mh… ist ja schon bisschen her, seitdem ich mich mal das letzte Mal gemeldet habe. Inzwischen bin ich in Queenstown, also schon ziemlich weit im Sueden, und in 5 Tagen werde ich dann hoffentlich den suedlichsten Punkt meiner Reise erreichen. Und da werde ich mich dann mal fuer 10 Tage oder so in die Wildniss verabschieden und mich durch Schlamm kaempfen…hehe… Steward Island, ich komme.
Ich denke, das einfachste ist, wenn ich einfach einige Fotos hochstelle und euch bisschen was dazu erzaehle…


boah..wordpress hat sich veraendert! Deswegen mal die Fotos bisschen groesser:). Also, von Motueka bin ich zuerst zum Nelson National Park gefahren, dort einen Hike gemacht und weiter gings an die Westcoast, erster erwaehnenswerter Stop war Punakaiki, wo ich ebenfalls einen schoenen Hike gemacht habe, bei dem ich mich in rivercrossing geuebt habe. Der Track fuehrte teilweise in einem Fluss, an dessen beiden Ufern sich gigantische Limestone Felsen erhoben habe. Uebernachtet habe ich dort in einem grossen Felsueberhang, genannt “ballroom overhang”. War ziemlich cool, das Sonnenuntergangsbild (oben) stammt von der Location.

Ja, Westcoast ist eigentlich cooler als Eastcoast, denn wer ist denn schon bei einem Sonnenaufgang wach?


Und die Haeuser sind eigentlich auch ziemlich nett ;)..so sieht es oefters in New Zealand aus
Als ich dann den FranzJosef und Fox Glacier angeschaut habe, die doch sehr beeindruckend sind, da die Gletscher sich bis in den Regenwald schieben, ging es auf den naechsten Track… den Copeland Track. Am ersten Tag gab es noch heisse Quellen, die echt abgefahren waren, am zweiten Tag viel Regen, aber einen schoenen Sonnenuntergang und am dritten Tag gab es oben vom Pass einen atemberaubenden Blick auf Mount Cook, New Zealands hoechsten Berg.



Dann ging es weiter nach Wanaka… und den Haast Pass habe ich in Rekordzeit bestritten. Der New Zealand Post sei gedankt. Nachdem ich sicherlich schon 45min am Strassenrand gewartet hatte, kam das Postauto angerasst, und hatte noch einen Platz fuer mich auf dem Ersatzreifen im Laderaum. Dort habe ich gleich einem Backpacker aus dem letzten Hostel getroffen, der sich auf den Paketen niedergelassen hatte! Und als wir dann in Wanaka angekommen waren (unverletzt…hoehoe), hatten wir alle Autos, die mir keinen Lift gegeben hatten, ueberholt…hehe

Ja, war bisschen wackelig
Und dann war ich in Wanaka, und habe den naechsten Track gemacht (was besseres kann man hier auch nicht machen!) Es ging hoch zur Liverpool Hut!

Ziemlich coole Wolken

Der Hausgletscher, zu dem man nach ein bisschen Kletterei kam. Oben wurde dann Pause gemacht…und hier seht ihr die Leute, mit denen ich oben war:

Und hier sind sie alle beim Zaehneputzen vor der Liverpool Hut. Ich hole gerade vom Stream Wasser.

Die Huette ist meine absolute Lieblingshuette… klein, nur 6 Betten, rot und aus Blech, die Keas als Haustiere, und eine fantastische Aussicht auf den fantastischen Mount Aspiring! Eisabrueche an den Gletschern hat man die eine oder andere Stunde auch gesehen.


Keas sind die einzigen Bergpapageien und zaehlen zu den intelligensten Lebewesen auf der Erde. Und sie versuchen alle Sachen anzuknappern. Dieser Kea hat versucht die Liverpool Hut zu zerstoeren. Zu erwaehnen sei noch, dass dieses Foto vom Bett aufgenommen wurde. Da die zweite Nacht so warm war haben wir alle draussen im Grass uebernachtet, was ziemlich gemuetlich und total schoen war.

Sonnenaufgang vom Bett
Ja, und danach gings weiter…und zwar so:

Ja, ich habe jetzt bis Anfang Mai ein Bike. Frieder, der ebenfalls oben auf der Liverpool Hut war (und den ich lutigerweise von Musikfreizeiten 6 Jahre ago oder so kenne), hatte keine Lust mehr auf Fahrrad fahren, deswegen haben wir einfach mal spontan getauscht. Verrueckte Idee… habe das Fahrradfahren auch voll unterschaetzt… wie anstrengend Steigungen doch sein koennen :D. Bin natuerlich am ersten Tag auch die hoechste geteerte Passstrasse in New Zealand gefahren. Aetzend :D… Aber dann war ich in Queenstown und habe das Fahrrad mal im Heizungskeller eines Hostels fuer zwei Wochen allein gelassen und war wieder … (genau, trampen)

Morgenstimmung in Kinloch, dann ging es los auf dem Caples Track. Naechste Morgenstimmung:

Und oben auf dem Saddle, mit Blick auf Christina

Und weil es gleich auf dem Weg lag, bin ich zum Milford Sound gefahren, ein wirklich schoener Fjord, in dem nur die ganzen Boote und Flugzeuge stoeren. Wahrscheinlich das haeufigste Postkartenmotiv hier, ist der Mitre Peak. War auch mein haeufigstes Fotomotiv


Bisschen anders, und ruhiger, ist der Blick vom Getrude Saddle auf den Sound

Nachdem ich dies gesehen hatte ging es den Routeburn Track wieder zurueck zum Startpunkt. Der Routeburn Track ist ein sogenannter Great Walk, und war zum Glueck mein letzter Great Walk. Doc (department of Conversation) hat einfach nichts besseres zu tun, als jede Wurzel abzusaegen, bzw ein Gitter drumzuspannen, damit man nicht ausrutscht… aber war doch ganz schoen, nur das Wetter haette besser sein koennen. Mein Zelt ist mit Wasser vollgelaufen, und ich bin nachts auf die Bank im Shelter gefluechtet


Aber natuerlich hatte ich vom Trampen immer noch nicht genug, und habe im Anschluss den Rees-Dart zusammen mit Sara gemacht (die war auch oben auf der LiverpoolHut)
Die ganzen Leute auf den Track haben uns fuer verrueckt gehalten (und als “Legend” bezeichnet), was wohl zwei Gruende hatte.
1. Da man als Backpacker kein Geld hat, konnten (wollten) wir uns das Shuttle nicht leisten und haben hitchhiken versucht, was aber nicht so ganz geklappt hat, was zur Folge hatten, das wir die 20km zum Start des Tracks gelaufen sind (fuer 2 km wurden wir mitgenommen, und zwar vom englischen Autor McEwan, der ua das Buch “Atonement”, was jetzt auch mit Knightley verfilmt wurde, geschrieben hat. Kannten wir natuerlich nicht, aber die Klatschzeitschriften in den Huetten haben dann das Raetsel geloest
2. Die erste Nacht haben wir in der 25 Mile Hut uebernachtet, eine Huette for free mit zerbrochenen Fenstern, Maeusen und insgesamt bisschen alt



ja, die Betten waren nicht die gemuetlichsten. Drahtgitter mit ein paar Zweige drueber.
Cascade Saddle war echt mal schoen:


Und im Hintergrund ist wieder der liebe Aspiring!
So, das wars dann mal mit Fotos heute. Und vll kommen nur noch ein paar wenige Geschnorrte! Meine gute Digitalkamera hat sich mit einem unscharfen Foto verabschiedet. Ich kanns irgendwie immer noch nicht glauben, und denke, dass sie den naechsten Tag wieder anspringt… schnieeff!
Ich hoffe, euch allen gehts gut, und achja, es ist ganzschoen kalt und Herbst geworden. Brhhhh.
Und nach der Steward Island mache ich mal wieder einen Eintrag! Ist also nicht allzu lange hin. Bis dann!